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Botox gegen Spastik

Botox gegen Spastik

Was ist eine Spastik?
Spastik ist eine nichtkontrollierbare Muskelverkrampfung in den Gliedmaßen, die Schmerzen verursachen und die Bewegungsfähigkeit stark einschränken kann, deren Ursache in einer Störung des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) liegt. Genau gesagt, handelt es sich um eine gestörte Weiterleitung vom Rückenmark zum Gehirn, wobei gesendete Signale das Gehirn nur bruchstückhaft erreichen, wie es beispielsweise nach einem Schlaganfall vorkommt. Grundlegend spielt sich folgendes ab: Im Rückenmark befinden sich Nervenzellen, die so genannten zweiten Motoneurone, von denen aus sich Nervenfasern zu den verschiedenen Muskeln im Körper spinnen. Gibt eine entsprechende Nervenzelle ein oder mehrere Signal ab, ziehen sich die dazugehörigen Muskelfasern zusammen. Ein Signal wäre etwa ein Zucken, viele Signale Daueranspannung des Muskels. Diese Nervenzellen werden von anderen Nervenzellen, darunter auch die ersten Motoneurone, die im Gehirn und auch in bestimmten Bereichen des Rückenmarks liegen, gesteuert. Wenn dieser kontrollierende und steuernde Einfluss auf die zweiten Motoneurone im Rückenmark ausfällt, etwa durch einen Schlaganfall, kommt es zu einer Lähmung der betroffenen Muskeln, weil das Motoneuron nicht weiß, was es tun muss. So beginnt es meist nach einigen Tagen unkontrollierte Signale auszusenden, was dazu führt, dass sich dich betroffenen Muskeln dauerhaft anspannen. Hält dieser Zustand über längere Zeit an werden Gelenke steif, da die Bänder und Gelenkkapseln ihre Elastizität verlieren und schrumpfen. Es gibt verschiedene Ausprägungen der Spastik, wie die Monospatik, was eine spastische Lähmung einer Extremität ist, also eines Armes oder eines Beines. Von einer Paraspastik spricht man bei einer spastischen Lähmung beider Beine. Die Hemispastik bezieht sich auf je eine Körperhälfte und die Tetraspastik bezieht alle vier Extremitäten mit ein, auch die Muskulatur von Hals und Oberkörper kann hier betroffen sein.

Spastik kann zu vielen neurologischen Krankheiten auftreten. Häufig gehen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirnschädigungen, Rückenmarksläsionen mit Spastik einher. Die Grundsäulen im therapeutischen Vorgehen bei Spastik ist die medikamentöse Behandlung mit wirksamen Antispastika sowie intensive Rehabilitation und Krankengymnastik. Diese Medikamente haben allerdings oft starke Nebenwirkungen, so dass sie nur in beschränkter Dosierung verabreicht oder ganz abgesetzt werden müssen.

Botox Heilbehandlung gegen Spastik
Bei lokal begrenzter Spastik, wie an der der Hand oder am Fuß, kann eine ergänzende Injektion von Botulinumtoxin direkt in den spastischen Muskel zu einem Rückgang der Spastik, mehr Beweglichkeit sowie weniger Schmerzen führen und die Lebensqualität deutlich verbessern. Ziel einer Behandlung der Spastik mit Botox ist, durch eine Injektion in ausgewählte Muskeln die erhöhte Muskelanspannung abzuschwächen, so kann beispielsweise ein Patient etwas besser Laufen oder auch Pflege-Aktivitäten wie Anziehen und Ausziehen, wickeln können ebenso wie beispielsweise eine physiotherapeutische Behandlung so erleichtert werden. Die Behandlung der Spastik mit Botox kann gut mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert werden. Botulinumtoxin A kann wahrscheinlich Muskelverkürzungen verzögern und bei Kindern oft sogar vermeiden. Das Botox blockiert im Muskel die Kontaktstellen zwischen Muskel und Nervenbahn und verhindert die Ausschüttung eines Botenstoffs, der notwendig ist, dass die Muskelfaser Spannung aufbauen kann. So kann der bei einer Spastik erhöhte Muskeltonus lokal gesenkt werden. Jetzt kann etwa die gekrallte Hand oder der Spitzfuß gelockert, die Bewegungen beim Gehen flüssiger und operative Eingriffe manchmal vermieden werden. Es gibt noch viele weiter Anwendungsgebiete, über die der Arzt im Einzelfall entscheiden muss. Die Wirkung von Botulinumtoxin setzt ca. eine Woche nach der Injektion ein und entfaltet sich in ungefähr 4-6 Wochen zu ihrer vollen Wirksamkeit. Nach drei Monaten ist oft keine Wirkung mehr festzustellen. Deswegen macht es eigentlich nur Sinn wenn Botulinumtoxin über Jahre in Abstand von etwa drei Monaten injiziert wird um positive Behandlungsergebnisse zu erreichen.

Nebenwirkungen sind in den üblichen Dosierungen nicht zu erwarten, am Injektionsort kann es zu leichten Schmerzen kommen, auch zu einer vorübergehenden Mattigkeit oder Muskelschwäche, was meistens im Verlaufe der Behandlung nachlässt.